Kreativitätstechnik

Kreativitätstechniken – (k)ein Widerspruch?!

Skeptiker von Kreativitätstechniken argumentieren oft damit, dass schon der Begriff “Kreativitätstechnik” ein Oxymoron ist – also gewissermaßen ein Widerspruch in sich. Diese Haltung zu Kreativitätstechniken entsteht oft durch ein Missverständnis des Begriffs “Kreativmethoden”.

Das Ziel von Kreativitätstechniken

Gäbe es einen Algorithmus bzw. eine Art mathematische Rechenvorschrift für kreative Ergebnisse – eine Art Kreativ-Kalkül – so könnte ein Computer kreative Ideen am laufenden Band erzeugen. Wären solche vom Computer erzeugten Ideen kreativ? Kreative Ideen sind neuartig und originell. Sie sind nicht berechenbar.

Kreativitätstechniken haben nicht den Anspruch, Ideen mechanisch und automatisch zu erzeugen. Sie sind eher ein oftmals effektives Hilfsmittel, um der individuellen Kreativität auf die Sprünge zu helfen. Sie machen keine inhaltlichen Vorgaben für die Gedanken zu einem Thema oder Problem. Die Regeln von Kreativitätstechniken sind lediglich dazu da, Denkblockaden zu lösen und die aus dem Alltag gewohnten, rationalen, analytischen Denkpfade zu verlassen.

Ein analoges Beispiel sind Entspannungsverfahren: Es gibt viele zahlreiche Wege, sich vom Alltags-Stress zu erholen und sich zu erholen. Yoga, autogenes Training und progressive Muskelentspannung sind nur drei Beispiele für bekanntere Techniken. Manchen Personen gelingt es, ohne systematische Methode zu entspannen. Für andere Personen funktioniert die eine Methode besser, die andere schlechter. Eine Methode kann nur funktionieren, wenn die Bereitschaft da ist, sich auf die Methode einzulassen. Entspannungsmethoden sind ebenso wie Kreativmethoden als kleine Wegweiser zu sehen. Sie können den Weg zum Ziel durch bestimmte Abzweigungen abkürzen.

Die Ideen entstehen also nicht durch eine Methode, sondern durch die kreative Person. Kreativitätstechniken begünstigen eine offene, flexible Denkhaltung, in der sich kreative Gedanken besser entfalten können. Für kreative Ergebnisse ergänzen sich beide Faktoren: eine offene, neugierige und interessierte Persönlichkeit sowie geeignete Kreativitätsmethoden.

 

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