Walt-Disney-Methode

Die Walt-Disney-Methode geht – wie der Name schon verrät – auf den berühmten Filmproduzenten und erfolgreichen Unternehmer Walt Disney zurück, der mit seinen Zeichentrickfiguren, Naturfilmen und Freizeitparks zu einer der schillerndsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunders gehört.

Bei der Walt-Disney-Methode versetzt sich eine Einzelperson oder auch eine Gruppe gemeinsam nacheinander in eine von drei Rollen:

  1. Der Träumer: Der Träumer generiert und spielt mit Ideen ohne sich Gedanken über deren Realisierbarkeit zu machen – “Alles ist erlaubt!”. Er orientiert sich an der Zukunft und Potenzialen bzw. Möglichkeiten.
  2. Der Realist: Der Realist orientiert sich an der aktuellen Situation und sucht pragmatische Handlungsmöglichkeiten. Er überlegt sich, welche Dinge zu tun sind, welche Ressourcen schon verfügbar sind und welche Hilfsmittel noch zu beschaffen sind.
  3. Der Kritiker: Der Kritiker überlegt Stärken und Schwächen von Ideen. Er versucht Aspekte zu identifizieren, an die noch nicht gedacht wurde und fragt sich, was noch verbessert werden könnte.

Kreislauf-Vorgehen der Walt-Disney-Methode

Der Kerngedanke der Walt-Disney-Methode ist, sich zu einem Problem oder einer Fragestellung aus Perspektive aller drei Rollen Gedanken zu machen, Ideen zu generieren und zu verfeinern. Dabei startet man mit dem Träumer und entwirft ohne zu werten Visionen und Ideen. Die daraus entstehenden Ideen werden anschließend in der Rolle des Realisten so transformiert, dass sie zu ambitionierten, aber umsetzbaren Aktivitäten oder Konzepten werden. Die Aktivitäten und Konzepte werden anschließend in der Rolle der Kritikers nochmals geprüft. Daraus entstehende Fragen und Schwachpunkte werden dann wieder an den Träumer “weitergegeben”. Dieser Kreislauf kann so oft wiederholt werden, bis das Ergebnis den gesteckten Anforderungen und Zielen genügt oder aber keine neuen relevanten Ergebnisse entstehen.

Die Methode eignet sich sowohl für Einzelpersonen als auch Teams. Dabei ist wichtig, dass sich Teamteilnehmer stets in derselben Rolle befinden und sich gegenseitig unterstützen anstatt auszubremsen. Für unerfahrene Teams ist ein Moderator anzuraten, der dafür sorgt, dass die Teilnehmer ihrer Rolle treu bleiben und regelmäßig die Rollen in der richtigen Reihenfolge wechseln.

Es ist sehr ratsam, dass jeder Rolle ein eigener geografischer Ort zugeteilt ist, so dass der Kontextwechsel beim Übergang von einer Rolle zur anderen sowohl psychisch als auch physisch deutlich wahrgenommen wird. Ein Orts- und Kontextwechsel erleichtert insbesondere mit zunehmender Vertrautheit mit der Methode den Rollentausch.

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